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Kurzarbeit oder arbeitslos? - Wie du deine arbeitsfreie Zeit sinnvoll gestalten kannst


Kurzarbeit oder arbeitslos? - Wie du deine arbeitsfreie Zeit sinnvoll gestalten kannst


Unsere Welt hat sich in den letzten Monaten verändert. Hatten wir bis vor kurzem noch einen Arbeitsmarkt, wo Unternehmen alles daran gesetzt haben, gute Mitarbeitenden zu bekommen, so leben wir jetzt in einer Welt, in der viele Menschen ihren Job verloren haben. Darüber hinaus wurden viele Mitarbeitenden in Kurzarbeit geschickt. Das bedeutet für viele mehr Freizeit. Aber was machen wir mit all dieser zusätzlichen Zeit, damit wir uns nützlich fühlen und die Zeit nützen, um einen neuen Job zu finden oder vielleicht sogar einen weiteren Karriereschritt zu setzen?


Denk über deinen aktuellen und deinen zukünftigen Job nach
Bevor du dich in alle möglichen Projekte stürzt, nimm dir ein wenig Zeit, um nachzudenken. Denk darüber nach,
wer du bist und was in den nächsten Jahren auf dich zukommt. Mach dir Gedanken, ob dein aktueller Job und die Branche zu dir passen. Arbeitest du darauf hin, deine Träume zu erfüllen oder steckst du in einer Berg- und Talbahn fest, wo du gezwungen bist, der sich schnell verändernden und holprigen Strasse zu folgen?

Nutze die zusätzliche Freizeit, um über all diese Dinge nachzudenken. Schreib dir auf, wer du bist, was du bis jetzt geleistet hast und wo du kurz- und langfristig sein möchtest. Nimm dir dafür ausreichend Zeit und überdenke die Dinge mehrmals über mehrere Tage hinweg, um festzustellen, in welche Richtung es in Zukunft bei dir gehen sollte.

Damit du herausfindest, wer du bist, beschreibe deine eigenen Stärken und Schwächen, aber hör dich auch in deinem Bekanntenkreis um. Frag deine Freunde und deine Familie: Worin liegen ihrer Meinung nach deine Stärken? Beschreibe deine Lieblingsprojekte und die konkreten Bereiche, die dir am besten gefallen haben. Finde heraus, was hinter deinen Hobbys steckt.Vielleicht hast du einige deiner Talente schon eine ganze Weile unterschätzt? 

Verbessere deine Fähigkeiten
Wenn du deine kurz- und langfristigen Ziele klar definiert hast, dann überlege dir auch, welche Fähigkeiten dir derzeit fehlen. Das können Hard Skills sein, wie etwa Sprachkenntnisse in Französisch oder Zertifikate im Projektmanagement, aber auch Soft Skills, wie etwa Feedback geben, werden immer wichtiger. Es gibt zahlreiche Onlinekurse und Artikel darüber, wie du deine Soft Skills verbessern kannst; mach dich dazu mal schlau und probiere diese Methoden dann bei deinen Freunden und deiner Familie aus.

Neben all unseren Fähigkeiten haben wir auch Ängste, die wir verdrängen. Hast du zum Beispiel Angst, etwas vor Publikum vorzutragen? Melde dich bei einem Rhetorikseminar an. Fürchtest du dich vor offenem Wasser? Dann schwimme. Hast du es immer wieder aufgeschoben, deine Texte zu veröffentlichen? Erstelle deine eigene Website. Jetzt ist die Zeit dafür, diese Dinge in Angriff zu nehmen. Dich selbst zu verbessern muss nicht viel kosten, aber es wird dir einen enormen Schub an Selbstvertrauen geben und du wirst das Gefühl haben, diese Zeit hat einen Sinn. Selbstvertrauen ist eines der besten Mittel, um dich gut zu präsentieren und einen neuen Job zu finden.


Tu Gutes für die Gesellschaft
Solidarität – haben wir diesen Begriff nicht so lange schon vermisst und nun ist er seit Anfang des Jahres 2020 zurück? Tu etwas Gutes. Nütze deine Fähigkeiten, um ein Start-up-Unternehmen oder eine NGO zu unterstützen, geh mit dem Hund deines Nachbarn spazieren, zeig Neuankömmlingen die Stadt oder hilf dabei, ein Event zu organisieren. Abgesehen davon, dass es dir selbst ein gutes Gefühl vermittelt, wenn du Gutes tust, sind diese Orte oftmals wunderbar zum Netzwerken und um deine (Sprach)-fähigkeiten zu verbessern. Ausserdem kann du solidarische Tätigkeits sehr gut für deinen Lebenslauf nutzen.


Geniesse deine Zeit und bleib motiviert

Geniesse zu guter Letzt auch die Freizeit, die dir geschenkt wurde. Es geschieht nicht oft, dass du nicht arbeiten musst und Zeit mit deiner Familie verbringen kannst oder Zeit hast, die Natur zu entdecken, ein Buch zu lesen und auszuschlafen. Auch wenn es sehr beängstigend und stressreich sein kann, keinen Job zu haben, vergiss bitte nicht, diese Zeit zu geniessen und das Beste daraus zu machen!

 

 


 

Quelle: jobs.ch 


Zurück im Büro – was du beachten solltest


Zurück im Büro – was du beachten solltest
 
Viele, die während des Lockdowns im Home Office arbeiten mussten und wieder zurück im Büro sind, merken jetzt, was die neue Normalität alles mit sich bringt. Neigt sich auch deine Zeit im Home Office dem Ende zu und musst/darfst du wieder im Büro arbeiten? Wir haben für dich fünf Fragen & Antworten gesammelt, die bei der Rückkehr vom Home Office ins Büro wichtig sind.

Wie kann man Abstand halten? 

Mindestens zwei Meter Abstand müssen wir von unseren Mitmenschen halten, um uns an die Empfehlungen für Social Distancing zu halten. Wenn nun alle im selben Büro arbeiten und es dazu noch ein Grossraumbüro ist, gestaltet sich diese Aufgabe gar nicht so einfach. Eine vorübergehende Lösung bei Platzmangel wäre es, Besprechungszimmer oder den Pausenraum umzufunktionieren, um so weitere Arbeitsplätze und mehr Platz zu schaffen. Wenn das keine Option ist, dann können transparente Trennwände, z.B. aus Plexiglas, eine Lösung sein, um sich vor Tröpfcheninfektionen zu schützen.

Das Platzproblem macht sich auch an anderen Orten als am Arbeitsplatz bemerkbar. Ob Lift, WC oder Eingänge, von nun an gilt wie beim Einkaufen: geordnet der Reihe nach anstellen und Abstand halten.

Welche Hygienemassnahmen beachten? 

Regelmässig mind. 20 Sekunden lang Händewaschen mit Seife kennen wir langsam. Frage deinen Arbeitgeber auch, falls er es sowieso nicht schon gemacht hat, Desinfektionsmittel im Büro bereitzustellen. Dann kannst du auch gleich deine Tastatur, Maus und Telefon zu deinem Schutz öfter als gewöhnlich desinfizieren. Eine Angewohnheit, die vielleicht schon vor Corona wünschenswert gewesen wäre.

Auch Gesichtsmasken kannst du verwenden, wobei es aber unterschiedliche Empfehlungen zu ihnen gibt. Da es nicht unbedingt sinnvoll oder angenehm ist, eine Maske acht Stunden am Tag zu tragen, empfiehlt es sich, sie vor allem dann zu tragen, wenn man bei eigenen Symptomen auf Nummer sicher gehen und die anderen schützen will. Noch besser aber, du bleibst in dem Fall vorsichtshalber zuhause.

Momentan sieht es so aus, als wären Händeschütteln, Küsschen auf die Wangen oder eine Umarmung passé. Vielleicht nicht für immer, in der Zwischenzeit solltest du aber auf direkten Körperkontakt mit deinen Arbeitskolleginnen und -kollegen verzichten und vielleicht anstelle auf eine ehrenvolle kleine Verbeugung umstellen.

Kann das Home Office bleiben? 

Kannst du deinen Job gut im Home Office erledigen? Denn wenn möglich, sollte das Home Office beibehalten werden, damit das Social Distancing im Büro besser funktioniert und kein Platzmangel entsteht. Achte dabei darauf, dass du auch wirklich die nötige Ausrüstung dazu erhältst, damit du auch zu Hause angenehm und produktiv arbeiten kannst. Home Office ist nicht für jeden gemacht und wenn du vor allem nach dem Lockdown und der langen Zeit zu Hause keine Lust mehr hast, deine Arbeitskollegen nur noch virtuell zu sehen, dann sprich das in deinem Team an. Falls du aber zu einer Risikogruppe gehörst, dann bleibe vorsichtshalber noch zuhause, wenn dir das dein Arbeitgeber ermöglicht.



Quelle: jobs.ch


Exklusive Zahlen: So hart trifft Corona den Arbeitsmarkt


Exklusive Zahlen: So hart trifft Corona den Arbeitsmarkt -  Stellenanzeigen brechen um bis zu 71 Prozent ein!


 

Die Experten an der ETH Zürich haben nie etwas Vergleichbares gesehen: 1,9 Millionen Schweizer sind auf Kurzarbeit. Die Corona-Krise versetzt den Stellenmarkt in Schockstarre, wie eine Datenanalyse der Plattform jobs.ch zeigt.


Die Corona-Krise belastet den Schweizer Arbeitsmarkt massiv. Zahlen des Portals jobs.ch, die BLICK exklusiv vorliegen, zeigen: In vielen Branchen gibt es kaum noch freie Stellen. So sind die ausgeschriebenen Angebote im Vergleich zur Zeit vor dem Lockdown teilweise um über die Hälfte geschrumpft.

Am härtesten trifft es das Gastgewerbe und die Hotellerie. Im Vergleich zur letzten Februarwoche sind die ausgeschriebenen Stellen bis Mitte Mai um 71 Prozent eingebrochen! Heisst: Je nach Branche haben Arbeitslose kaum eine Möglichkeit, sich zu bewerben. Die Stellenportale sind leer.

Grosse Einbussen im Dienstleistungssektor
Zu den grossen Verlieren gehören auch die Branchen Grafik/Typografie (–48 Prozent), Tourismus (–45) und der Verkauf (–34.) Generell trifft die Krise gerade den Dienstleistungssektor am heftigsten. So gibt es in den Bereichen Sport/Wellness/Kultur (–33), Administration/HR (–27), Medien (–30) und im Marketing (–26) deutlich weniger Ausschreibungen.

Diese Zahlen decken sich mit den Erkenntnissen der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich. «Neu ist, dass Dienstleistungsbranchen stark betroffen sind», sagt Daniel Kopp (35), wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der KOF, zu BLICK. Gerade wenn man die aktuelle Situation mit der Wirtschaftskrise 2009 und dem Frankenschock 2015 vergleiche. «Damals war vor allem die Industrie betroffen.»

Zurzeit sind schweizweit 1,9 Millionen Personen für Kurzarbeit angemeldet. Das entspricht 36 Prozent aller Arbeitnehmer. Bei der Rezession 2009 waren es 20-mal weniger. «Von der Grössenordnung her gab es in den vergangenen Jahrzehnten nichts Vergleichbares», so Kopp. Er ist aber überzeugt, dass das Instrument der Kurzarbeit viele Entlassungen verhinderte. Sollte die Krise lange andauern, werde es jedoch weitere Stellenkürzungen geben.

«Firmen werden auch 2021 kämpfen»

Kopp erklärt: «Kurzarbeit ist zur Überbrückung kurzer Wirtschaftseinbrüche geeignet, aber nicht bei strukturellen Problemen.» Zwölf Monate darf man per Gesetz für Kurzarbeit Geld beziehen. Kopp zufolge braucht es möglicherweise eine Verlängerung. «Mit der schwierigen Wirtschaftslage werden einige Firmen bis ins kommende Jahr zu kämpfen haben.»

Laut jobs.ch verzeichnet einzig die Baubranche einen Zuwachs an offenen Stellen. Obwohl es auch hier viele Betriebe mit Kurzarbeit gibt. «Es ist möglich, dass die Baubranche etwas verzögert reagiert», so Kopp. «Bauprojekte werden nicht per sofort gestoppt. Und dass auf dem Bau im Frühling mehr Leute gesucht werden als im Februar, ist zu erwarten.» Zudem gebe es noch eine weitere Problematik: «Allenfalls ist es schwieriger, Personal aus dem Ausland zu rekrutieren.»

Dass deutlich weniger Lehrstellen angeboten werden, ist bedenklich. Kopp dazu: «Kurzfristig verursachen solche Ausbildungsplätze höhere Kosten. Doch Lehrlinge sind eine gute Investition ins Unternehmen.» Doch weshalb werden dann mehr Praktika angeboten? «Hierbei handelt es sich vermutlich um Sparmassnahmen», so Kopp. Seine Erklärung: «Praktikanten sind günstiger als Festangestellte.»

Abhängig von der EU und den USA

Ob sich die Situation auf dem Schweizer Arbeitsmarkt wieder beruhigt, hängt auch stark vom Ausland ab. Die USA und die EU sind die Hauptexportmärkte der Schweiz. «Wenn es in diesen Ländern zu grossen Wirtschaftskrisen kommt, werden auch wir das merken», erklärt Kopp. Eine langfristige Prognose über mehrere Jahre hinaus sei deshalb sehr schwierig.

Doch vergleichbare Zahlen von Stellenportalen anderer Länder zeigen, dass die Situation andernorts dramatischer ist. In Grossbritannien gibt es gesamthaft rund 44 Prozent weniger Jobangebote als vor der Krise, in den USA (–31 Prozent) und in Deutschland (–17). Zum Vergleich: Anhand der Daten von jobs.ch werden in der Deutschschweiz 15 Prozent weniger Stellen ausgeschrieben.

Quelle: Blick.ch 


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