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Geld ist nicht alles beim Jobwechsel

Mo 14.08.2017 13:50
Autor: jobmanagement GmbH

 

Geld ist nicht alles beim Jobwechsel

 

Schweizer suchen vor allem eine herausfordernde Arbeit und Autonomie am Arbeitsplatz. Der Wunsch nach attraktivem Lohn kommt erst auf Platz 6.

 

Weltweit sind ein attraktives Gehaltspaket und Jobsicherheit die wichtigsten Kriterien, wenn Unternehmen Mitarbeiter anlocken wollen, wie aus einer Studie des Beratungsunternehmens Towers Watson hervorgeht. Für die am Donnerstag veröffentlichte Studie wurden in 28 Ländern 32'000 Mitarbeiter befragt, darunter 505 in der Schweiz.

Dass Geld und Jobsicherheit in anderen Ländern höher gewichtet werden als hierzulande, habe mit der dortigen Wirtschaftslage zu tun, sagte Hans Münch von Towers Watson vor den Medien in Zürich. Hierzulande rangiert die Jobsicherheit auf Platz 3.

 

Lohn erst auf Platz 6

 

In der Schweiz kommt ein attraktives Gehaltspaket erst auf Platz 6 in der Prioritätenliste der Angestellten bei einem Jobwechsel. Sogar das Image des Unternehmens als attraktiver Arbeitgeber und flexible Arbeitsmöglichkeiten seien den Schweizern wichtiger als der Lohn, hiess es.
Im Ausland sind dagegen Karriereentwicklung sowie Trainings- und Weiterbildungsmöglichkeiten wichtiger als eine herausfordernde Arbeit.

Die meisten Unternehmen schätzten die Prioritäten der Angestellten falsch ein, sodass das Werben um Talente nach wie vor zu einem beträchtlichen Teil über Geldanreize erfolge, erklärte Münch.

 

Falsche Einschätzung der Unternehmen

 

So dächten viele Firmen, die Karrieremöglichkeit sei das Topkriterium der Angestellten bei einem Jobwechsel. Dabei gehöre dies überhaupt nicht zu den wichtigsten Kriterien der Angestellten. Auch die Bedeutung der Jobsicherheit und der herausfordernden Tätigkeit würden von den Arbeitgebern falsch eingeschätzt.
Das Gehalt spiele erst bei der Mitarbeiterbindung eine Rolle, also dann, wenn die Mitarbeiter sich überlegten, das Unternehmen zu verlassen. Dann sei ein attraktives Gehaltspaket das Topkriterium – vor der Karriereentwicklung und dem Vertrauen in die Unternehmensführung.
Wenn man mal in einer Firma angestellt sei, schaue man, ob der Lohn im internen und externen Vergleich stimme. Dasselbe geschehe mit der Karriereentwicklung, so Münch: «Wird ein sicherer, gewohnter Job gut bezahlt und werden Karriereentwicklungen auch monetär belohnt, so können Talente langfristig an ein Unternehmen gebunden werden.»

Sind Gehaltsfortschritte aber nur durch externe Wechsel zu realisieren, scheuten Schweizer einen Stellenwechsel nicht. Denn hierzulande sei der Arbeitsmarkt noch gesund. Dagegen seien in anderen Ländern die Mitarbeiter eher dazu verdammt, bei einem Unternehmen zu bleiben, sagte Münch.

 

60 Prozent nicht engagiert

 

Um die Angestellten zu engagierter Arbeit zu motivieren, sind hierzulande die Kommunikation über die Ziele und die Strategie eines Unternehmens sowie der direkte Vorgesetzte die wichtigsten Kriterien für Schweizer Angestellte. Das Gehalt folgt erst auf Platz 4 der Motivationskriterien noch nach dem Image eines Unternehmens.

 

Nachhaltiges Engagement der Mitarbeiter könne also nicht nur durch Geld erreicht werden, sagte Krisztina Csedö von Towers Watson. Insgesamt seien lediglich 41 Prozent der Mitarbeiter einer Firma sehr engagiert. 15 Prozent seien engagiert, würden aber ausgebremst – beispielsweise durch nicht funktionierende Computer, sagte Münch.

17 Prozent der Angestellten machten Dienst nach Vorschrift. Und knapp ein Viertel sei unterdurchschnittlich engagiert. Hier liege Potenzial brach, sagte Münch. Denn mit den richtigen Massnahmen der Firmen könnten die ausgebremsten und deshalb frustrierten Mitarbeiter viel mehr leisten.

 

Quelle: http://www.20min.ch/finance/news/story/21942316?httpsredirect 

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